Zur Geschichte

Hier zusammengefasst einige der wichtigsten Etappen aus der Geschichte des Cups, die von Luigi Ciompi aus den Quellen der Ausstellung Tazio in Quercianella, Nuvolari in Livorno – Sommer 2001 - zusammengetragen wurden.

            1921 (SEPTEMBER) – I. LAUF DES MONTENERO CUPS

Am ersten Rennen nahmen 11 Teams teil. Es war ein beispielloser Erfolg. Die hohen Erwartungen der Medien an jeden einzelnen Starter machten es schwierig Wahrheit und Mythos auseinander zu halten. Die Strecke führte vom ehemaligen „Lazzaretto di San Leopoldo“, wo sich die Ziellinie befand, nach Antignano. Der Rückweg führte über Ardenza Terra und die Umgehungsstraße. Gesamtstrecke: 110 km.

            1927 (August)- VII. LAUF DES MONTENERO CUPS

Es gab eine Neuheit: Neben dem klassischen Montenero Cup, der am 14. stattfand, sollte am nächsten Tag der Ciano Cup stattfinden, der von der Tochter Costanzo Cianos, Gräfin Maria als Preis ausgesetzt wurde. Es beginnt die zweite Phase des Montenero Cups. Die beste Zeit wurde von Tazio Nuvolari gefahren, der bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 86,354 Km/h 15 Minuten und 38 Sekunden benötigte.

1930 (August) – X. LAUF DES MONTENERO - CIANO CUPS –

Der erste "Montenero-Ciano Cup". Das "Ciano Rennen für Sportwagen“, das im Jahr 1927 ins Leben gerufen und eine Woche nach dem Montenero Cup gefahren wurde, zählte zu seinen Siegern zwei Alfa Romeo Fahrer, Marinoni e Razzauti. Es wurde eingestellt und der von S. E. Costanzo Ciano gestiftete Cup war ab diesem Moment die meist begehrte Trophäe des Rennens in Livorno.

In diesem Jahr fuhren Varzi und Nuvolari. Die zwei berühmten Fahrer starteten jeder mit einem "Alfa Romeo P2". Es wurde ein erbittertes und spannendes Duell. Sieger wurde Fagioli, der das Rennen von Anfang bis Ende mit einer beeindruckenden Kontinuität fuhr

Und hier endet die zweite Phase des "Montenero Cups", jenes Rennen, das - nachdem es die spannendsten Duelle zwischen Nuvolari und Varzi bot, wiederholt die Fahrer Borzacchini und Campari am Start zeigte und mit den waghalsigen Aktionen von Chiron und Moll beeindruckte-, demnächst auf einer geänderten Strecke die begeisterten Anhänger aus ganz Italien zusammenrufen sollte, um beim wichtigsten nationalen Rennen die berühmtesten Piloten des damaligen europäischen Automobilsports fahren zu sehen.

1936 (August) – XVI. LAUF DES MONTENERO - CIANO CUPS –

Das ist die große Zeit der Stadtkurse. Um den ausdrücklichen Wünschen der Fans entgegenzukommen, ändern die Organisatoren des “Ciano Rennens” nun die Streckenführung. Der Bergkurs wird aufgegeben und die Strecke von 20 auf 7 km gekürzt. Der Montenerokurs hat eine schmerzliche „Amputation“ erlitten, doch noch immer ist der Kurs in Livorno einer der anspruchsvollsten Strecken Italiens. Im Mittelpunkt stehen die Auto-Unionfahrer Rosemeyer, Varzi und Von Stuck.

1937 (September) – XVII. LAUF DES MONTENERO - CIANO CUPS. XV. GROSSER PREIS VON ITALIEN –

 Der XVII. “Montenero-Ciano” Lauf wird als Krönung für die Anstrengungen der Organisatoren der XV. Großen Preis von Italien. Als der R.A.C.I. sich entschied den 15. Großen Preis von Italien in Livorno auszurichten, konnte niemand, weder in Rom und Mailand und noch weniger in Livorno vorhersehen, welche Menschenmassen dieser Lauf in der Königsklasse anziehen würde. Das Spektakel, das die Menschenmassen an der 7,128 Km kilometerlangen Strecke des Ciano-Rennens bieten, wird von etwa 30 Reportern beschrieben, es findet auch ein breites Echo in den deutschen Zeitungen, die ein duzend Sportreporter nach Livorno geschickt haben. Grauer, wolkenverhangener Himmel und Regenwarnung, starker Westwind und aufgewühltes Meer.

Um 14.45 Uhr startet der Autocorso begleitet von den Nationalhymnen der Teilnehmer am Großen Preis. Der Corso wird vom Alfa Romeo Team angeführt, mit Nuvolari an der Spitze (Nr. 55) als Anerkennung für den Sieg im letzten Lauf; es folgen die Auto Union mit Rosemeyer an der Spitze, dann das Mercedes Team mit Caracciola im ersten Wagen. Es sind 15 Fahrer am Start: in der ersten Reihe Caracciola (Mercedes), Varzi (Auto-Union) und Rosemeyer (Auto-Union).

Caracciola überfährt als erster Fahrer nach der ersten Runde die Ziellinie, gefolgt von Varzi und Rosemeyer. Es folgt die kompakte Gruppen der deutschen Boliden, in der auch Nuvolari erfolgreich mithalten kann.

Zu Beginn des Laufes wird Tazio in seinem kanarienvogelgelben Trikot, über eine Strecke von 7 km applaudiert. Die Zuschauer haben nur Augen für den Fahrer aus Mantua, Idol der italienischen und im besonderen der toskanischen Zuschauer.

Die Mercedespiloten Caracciola und Lang liegen uneinholbar an der Spitze und die Ehrenplätze werden von den Fahrern der Auto-Union verteidigt, die trotz einiger Probleme mit den Bremsen Nuvolari weit überlegen sind. In der 31. Runde fährt der Fahrer aus Mantua dann an die Box und übergibt seinen Wagen an Farina.

Sieger wird Mercedespilot Caracciola, der die 50 Runden von insgesamt 360,90 km in zwei Stunden 44,64 Min. mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 131,31 km/h fährt, zweiter wird Lang, dritter Rosemeyer.